Küchenchef...am Schw. Winter Zweitage Gebirgsskilauf

 

Schweizerischer Winter Zweitage Gebirgsskilauf

Der Schweizerische Winter Zweitage Gebirgsskilauf ist vorbei! Während drei Tagen galt es für mich, die Küche im Kurs- und Sportzentrum in Lenk im schönen Berner Oberland zu führen und sämtliche Teilnehmer sowie alle Funktionäre im Bereich Organisationskomitee sowie militärisch befohlene zu verpflegen. Eine Herausforderung, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde…

Da der eigentlich eingeplante Küchenchef aus gesundheitlichen Gründen nur wenige Tage vor dem Start des Events absagte, galt es für mich, die Zügel kurzerhand zu übernehmen, den Auftrag anzunehmen und zu erfüllen. 600 Personen, Frühstück, Mittagessen, Nachtessen…Lunchsäcke für den Marsch bereitstellen, Posten an denen die Teilnehmer während dem Marsch verpflegt werden und eine Menge Eifer beschäftigten mich während dieses Einsatzes.

Zum Glück hatte ich für meine Aufgabe Unterstützung. Mit einer Küchenequipe, bestehend aus Hobbyköchen, dem Männerkochklub «Simmen-Chuchi», dem Pistolenklub Zweisimmen sowie der Schulklasse von René Müller der Volksschule Lenk, welche einen hervorragenden Einsatz leisteten, durfte ich zugunsten des Events zusammenarbeiten.

Einmal mehr wurde mir während dieser Tage bewusst, wie entscheidend eine richtige Führung ist. Etwas zu befehlen ist relativ einfach, richtig zu befehlen fordert jedoch lösungsorientiertes, zielführendes und überlegtes Denken. Immer einen Schritt voraus zu sein und Eventualitäten stets im Blickfeld zu haben, ist entscheidend. Auch wenn 600 Personen auf einen Schlag an der Fassstrasse stehen und Hunger haben, gilt es die Situation zu überblicken, allfällige Probleme zu lösen und gezielt zu führen.

Ich nehme aus dieser Erfahrung als Küchenchef an diesem Event sehr viel mit. Nicht immer lief alles genau nach Plan und perfekt, doch jeder Teilnehmer wurde gut, gesund und genügend zur richtigen Zeit verpflegt und somit war der Auftrag erfüllt. Die Zusammenarbeit mit wesentlich älteren und jüngeren Personen, wie aber auch mit komplett unterschiedlichen Persönlichkeiten, waren für mich sehr interessant und ein grosser Mehrwert. Dies, weil ganz egal und unabhängig vom Alter, eine unglaublich starke Teamarbeit generiert werden konnte.

Als einen weiteren Punkt faszinierte mich die unglaubliche Organisation dieses Events. Es wurde Hand in Hand gearbeitet. Die Unterstützung des Kompetenzzentrums Gebirgsdienste der Armee aus Andermatt, die vielen Fahrer und unzähligen Helfer sowie ein riesiges Engagement von allen Seiten machten diesen Anlass zu einem unvergesslichen Tag.

Ich sehe diesen Einsatz als einen grossen Mehrwert von dem ich profitieren durfte. Es waren anspruchsvolle Tage mit hoher Präsenzzeit, die sich aber aus meiner Sicht sehr ausgezahlt haben.

 

 

Zum Event: In 2 Tagen galt es für die TeilnehmerInnen ca. 15km Laufstrecke mit einer Höhendifferenz von 1000m innerhalb von 8 Stunden mittels Skiern zurückzulegen. Der Marsch war in einer Gruppe von mindestens 2 TeilnehmerInnen zu absolvieren.

An diesem Event nahmen rund 600 Personen, nationale sowie internationale Mitglieder von anerkannten ausserdienstlichen Vereinen (z.B Unteroffiziersverein), behördliche Waffenträger (Polizei, Grenzwachtkorps, Festungswachtkorps) sowie angehörige einer ausländischen Armee auf freiwilliger Basis teil.